Mit dem Aufkommen von Wasserleitungen, die das Nutzwasser direkt in die Haushalte brachte, verschwanden die Entnahme- und Waschbrunnen im öffentlichen Raum. Sie wurden in vielen Dörfern und Städten durch mehr oder weniger gelungene künstlerisch gestaltete Brunnenanlagen ersetzt. Bestandteile solcher Brunnen sind: Fontainen, Kaskaden, Überläufe, Spritzdüsen, Wasserfälle. Brunnenanlagen sind heute auch ein Anziehungspunkt im öffentlichen Raum. Gerne sitzen Menschen in der Nähe eines solchen Zierbrunnens oder tauchen eine Hand in das Wasser. Das Wasser kühlt durch die Verdunstung im Sommer und trägt somit zur Verbesserung des Kleinklimas bei. Im islamischen Raum sind Innenbrunnen ein wichtiger Bestandteil von Palästen, da sie die Innenraumtemperatur absenken. Technische Aspekte Zierbrunnen: Brunnenanlagen haben eine Umwälzpumpe. Es wird daher nur das verdunstete Wasser ersetzt. Brunnenanlagen werden vor Beginn der ersten Fröste entleert. Da Brunnen einen gewissen Wartungsaufwand benötigen, zeugen nichtfunktionierende Wasseranlagen von leeren Kassen des Betreibers.
Wandbrunnen aus Gusseisen, mehr als nur Wanddekoration!
Auch Sie haben in Ihrem Garten sicherlich ein besonders lauschiges Eck. Was noch fehlt ist ein kleiner Wandbrunnen oder ein kleines Handwaschbecken! Sie haben keinen Wasseranschluss? Macht auch nichts, denn unsere Wandbrunnen können Sie ebenso als sehr dekorative Pflanzschale verwenden. Unsere Wandbrunnen aus Alu-Gusseisen sind nicht nur schön praktisch, sondern auch funktionell und günstig. Wobei wir keine billigen Nachbauten im Sortiment führen!
In Oberfranken, besonders in der Fränkischen Schweiz, gibt es den Brauch, Osterbrunnen zur Feier des Osterfestes zu schmücken. Im schwäbischen Raum gibt es in manchen Städten das jährliche Brauchtum des so genannten Geldbeutelwaschens im Brunnen. Einzelne Städte haben als Fasnachtsbrauch sogar das Hineinwerfen von Personen in einen Brunnen in ihre Bräuche integriert. Es existiert der verbreitete Aberglaube dass Münzen, die in einen Brunnen geworfen werden, zu Lebensglück oder zur Absicherung der späteren Rückkehr an den Brunnen führen. In Sulz in der Schweiz findet jeweils am Pfingstsonntag der Pfingstsprützlig statt, wo vollständig in Laub gekleidete Gestalten Schaulustige mit Brunnenwasser anspritzen. Unter einem Tiefbrunnen versteht man eine vom Menschen geschaffene Öffnung im Erdreich, die meist senkrecht hinunter geht. Diese Öffnung kann entweder verrohrt sein oder aber durch die natürliche Festigkeit des Materials des Untergrunds erhalten bleiben. Aus diesen Bohrungen wird das Wasser anschliessend durch technische Hilfsmittel (Winde oder Pumpe) nach oben gefördert wird. Im Artikel Brunnenbau wird der Bau verschiedener Brunnentypen beschrieben. Zur Messung des Grundwasserspiegels kann man das Tiefenlot, die Brunnenpfeife, den Kabellichtlot, Widerstandsketten oder ein Echolot verwenden.
Ein Artesischer Brunnen ist ein natürlicher Brunnen, bei dem das Grundwasser durch Überdruck selbsttätig aufsteigt. Der Aufstiegskanal ist dabei typischerweise künstlich angelegt und somit ebenfalls ein Tiefbrunnen. Ebenfalls durch natürlichen Druck werden einfache Brunnen-Zapfstellen möglich, z. B. Viehtränken im Gebirge, wobei es sich um einen Druck handelt, der durch das im Gebirgsmassiv unsichtbar hinunterfließende Wasser entsteht. Somit wird ein Reservoir unterhalb seines Füllstands angebohrt oder sein natürlicher Quell wird mit technischen Mitteln abgefasst und umgeleitet, ohne dabei in die Tiefe bohren zu müssen. Es wurde zwischen Zieh- und Laufbrunnen unterschieden. Brunnen galten bis zur Einführung des Leitungswassers als Treffpunkt für Menschen und insbesondere für Wäscherinnen. Viele dieser historischen Brunnenanlagen stehen heute unter Denkmalschutz und gelten zum Teil sogar als Sehenswürdigkeit.