1836, nach seiner Rückkehr, analysierte Darwin die gesammelten Stücke und bemerkte Ähnlichkeiten zwischen Fossilien und noch lebenden Tieren in der gleichen geografischen Region. Insbesondere fiel ihm auf, dass jede Insel ihre eigenen Schildkröten- und Vogelarten hatte, die sich leicht voneinander in Aussehen, Ernährung usw. unterschieden, sonst aber recht ähnlich waren.
Besonders bei den Exemplaren der Galápagos-Inseln war das klar zu sehen. Darwin entwickelte die Theorie, dass z. B. all die verschiedenen Schildkrötenarten von einer einzigen Art abstammten und sich an die unterschiedlichen Lebensbedingungen der verschiedenen Inseln angepasst hatten.
Aber Darwin war auch ein Kind seiner Zeit und analysierte seine Funde seiner Reise auf der HMS Beagle im Lichte verschiedener theoretischer Einflüsse.
Paradoxerweise war für Darwins adaptionsbasierte Evolutionstheorie und seine Suche nach einem einfachen und unveränderlichen Evolutionsgesetz auch sein naturtheologisches Umfeld vorher in Cambridge und insbesondere der Einfluss von William Paleys Natural Theology bedeutsam (vgl. v. Sydow, 2005).
Weitere wichtige Schriften die einen großen Einfluss auf Darwin hatten waren Lyells Principles of Geology und Thomas Robert Malthus' Essay on the Principle of Population.
Malthus war der Meinung, dass die Bevölkerung schneller wächst als die Nahrungsmittelproduktion und deshalb durch Hungersnöte in ihrer Zahl begrenzt wird. Malthus war zu dem Schluss gekommen, dass die Bevölkerung in geometrischer Reihe (2,4,8,16 ...) ansteigt, die Ressourcen (Nahrungsmittel) jedoch nur in arithmetischer Reihe (2,3,4,5 ...). Die düstere Folge davon waren für Malthus Hungersnöte und Überbevölkerung (Wuketits, Franz M.: Charles Darwin. Der stille Revolutionär, o. Aufl. München - Zürich 1987).
Auf diese Gedanken aufbauend formulierte Darwin seine Überlegungen zu Veränderung und Entwicklung der Arten in seinem Notebook on the Transmutation of Species.
Quelle Wikipedia 2006
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