Auch in der Gegenwart berichten Menschen von Engelsbegegnungen, besonders nach Nahtod-Erfahrungen. Einige erzählen sogar von Dauerkontakten zu bestimmten "Geistwesen", die sie in allen Lebenslagen beschützen, begleiten und beraten. Von evangelikaler Seite werden solche Berichte eher kritisch betrachtet - insbesondere dann, wenn Erkenntnisse aus Engelskontakten der wortwörtlichen Interpretation der Bibel zu widersprechen scheinen. Es wird dann von dämonischen Mächten gesprochen. Demgegenüber stehen im Allgemeinen römisch-katholische Christen und noch stärker die orthodoxen Christen solchen Berichten eher positiv gegenüber. So wird z.B. die Homepage des Vatikan www.vatican.va 'Gabriel' genannt, wie der Erzengel der Verkündigung. Die Firewall zum Schutz vor Computer-Viren heißt 'Michael', wie der Wächter-Engel. Und das Intranet, das nur für die Angestellten zugänglich ist, trägt den Namen 'Raphael', der stets im Geheimen arbeitet. "Wir brauchen den Extra-Schutz der Erzengel einfach", so Schwester Judith Zoebelein, Leiterin der Vatikan-Homepage. Quelle Wikipedia 2007
Jüdisch-christliche Tradition
Viele Engellehren finden sich außerhalb der kanonischen Bibelschriften. Ein typischer Vertreter dieser im strengen Sinne nichtbiblischen Schriften sind die Chroniken des Henoch, die vermutlich im 3. Jahrhundert vor Christus entstanden sind, sich jedoch aus älteren Quellen speisen. In diesen Chroniken wird ausführlich über Engel, ihre Namen, ihre Aufgaben und ihre charakteristischen Eigenschaften berichtet. Henoch beschreibt in seinen Chroniken seine Reise in die zehn Himmel, wo er das Wirken der Engel sah und dokumentierte. Die Chroniken von Henoch wurden vom Kirchenvater Hieronymus im 4. Jahrhundert nach Christus zu Apokryphen erklärt und ihnen damit der Rang einer Heiligen Schrift aberkannt. Neueste Studien haben ergeben, dass viele Inhalte der Henoch-Texte sich im Neuen Testament wiederfinden. Das Judentum kennt neben den in der Bibel genannten Erzengeln (Gabriel und Michael) auch noch Uriel, Raphael, Sariel und Jerahmeel, die sehr spät in der Entwicklung des Judentums auftreten. Im Mittelalter sah Maimonides Engel in einem rationalistischen Weltbild als eine biblische Umschreibung der Naturkräfte, die Gott einsetze, um seinen Willen in der Welt umzusetzen. Quelle Wikipedia 2007
Die Rückkehr der Engel - eine wechselvolle Geschichte Noch immer haben Engel etwas Mystisches, etwas das die gläubigen Menschen bewegt und fasziniert. Besonders der Schutzengel nimmt heute noch im täglichen Vokabular seinen festen Platz ein. Doch eine Frage beschäftigt die Menschheit: Was ist eigentlich ein Engel? Ist es ein Mensch mit Flügeln, ist es ein kindgleiches Wesen oder beides? Werden wir bei guter Lebensführung auch zu Engeln? Das Wort Engel hat keine eindeutige Erklärung seines Ursprungs. Die Kirchen leiten es vom griechischen Wort "angelos" ab, was so viel wie "Bote oder Gesandter des Göttlichen" bedeutet. Umgangssprachlich bezeichnet man jemanden als Engel, der besonders hilfsbereit ist. Ein Beispiel sind die als "Gelbe Engel" bekannten Helfer des ADAC.
Im klerikalen Bereich stellen Engel das göttliche Ideal des Menschen dar, die jedoch nur helfen, wenn sie darum gebeten werden, obwohl sie auch die Funktion des Schutzengels übernehmen. Wie kaum ein anderes göttliches Symbol ist der Engel Religionsübergreifend. Man begegnet ihm praktisch auf der ganzen Welt in verschiedensten Religionen und unterschiedlichsten Kulturen. Schon die alten Gelehrten wie Pythagoras, Homer, Sokrates, Platon oder Paracelsus nahmen immer wieder Bezug auf die Engel und ihre Aufgaben. So steht eines fest, dass die Engel und die Menschen eine lange gemeinsame Geschichte haben, über die viel spekuliert wird. In Europa entwickelten sich wahre Rituale um die Engel mit der Etablierung des Christentums. Die Engelverehrung ging zeitweise so weit, dass die Kirche diese Entwicklung bremste. Es durften einige Zeit vor Christus Geburt nur noch die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael beim Namen genannt werden, da ihre Namen auch in der Bibel standen. Doch eines blieb unverändert über die Jahrtausende hinweg: Für das "einfache Volk" durfte der "Schutzengel" als einziger Engel weiterhin seine Aufgaben erfüllen. Natürlich hatten die Geistlichen Anspruch auf mehrere Engel. Eine heftige Auseinandersetzung begann im 6. Jahrhundert nach Christus, als Maler begannen, Engel nach ihren Vorstellungen auf ihre Leinwände zu bringen, Bildhauer zum Teil riesige Statuen aus den Steinen meiselten, Sänger Lieder über Engel sangen und Dichter ihnen Gedichte widmeten.