Tschaikowski war Sohn eines Bergbau-Ingenieurs und dessen zweiter Frau Alexandra Andrejewna. Aus dieser Ehe gingen neben Pjotr die Kinder Nikolaj, Alexandra, Ippolit und die Zwillinge Anatol und Modest hervor. Die musikalischen Neigungen der Familie waren nicht sehr ausgeprägt, gleichwohl erhielt Tschaikowski auf seinen Wunsch hin vier Jahre Klavierunterricht. Da die Eltern wollten, dass er im Staatsdienst Karriere machte, besuchte Tschaikowski von 1850 bis 1859 die Rechtsschule in Sankt Petersburg und war anschließend im Justizministerium tätig. Eine musikalische Fortbildung während der Zeit gewährte er sich allein in privaten Klavierstunden bei einem nach Russland ausgewanderten Pianisten, Rudolf Kündinger, der über Tschaikowski notierte:
"Er war ohne Zweifel sehr talentiert, besaß ein feines Gehör und gutes Gedächtnis, daraus konnte man aber noch nicht folgern, dass aus ihm einst ein großer Pianist, geschweige denn ein berühmter Komponist werden könnte (…) Das einzige, womit er meine Aufmerksamkeit in etwas höherem Maße fesselte, waren seine Improvisationen."
In einem Punkt behält Kündinger recht: Tschaikowski ist nicht Pianist geworden, dafür reichten die insgesamt 8 Jahre Klavierunterricht (als Kind und als angehender Musikstudent) nicht - seine Klavierkonzerte sind nicht von ungefähr von anderen uraufgeführt worden.
Einflussnahme auf Tschaikowski vermutet man auch bei einem italienischen Gesangslehrer namens Piccioli, einem eitlen Dandy, der sich mit künstlicher Anspannung der Gesichtshaut und schwarz gefärbtem Haar zu verjüngen suchte. Von Bach und Mozart hielt dieser nichts, kannte sich aber hervorragend mit der italienischen Oper aus. Tschaikowski war mit ihm in dieser Zeit befreundet. Quelle Wikipedia 2009
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