Oft stellt sich die Frage, was man im Freundes- oder Bekanntenkreis verschenken soll, schließlich sollen die gewählten Geschenke den Empfängers erfreuen und auch vom eigenen Geschmack und Stil zeugen. Gleichzeitig muss es auch persönlich, ansprechend und angemessen sein, was sich oft als eine Herausforderung erweist. Anstelle von Verlegenheitsgeschenken oder den oft gewählten Gutscheinen bietet sich eine einfachere und sehr elegante Lösung für dieses Problem an: Eine Büste oder Statue. Dieses Objekt zeitloser Eleganz mit einer deutlichen Aussage ist ein Geschenk mit Kultfaktor, das individuell auf den Beschenkten angepasst werden kann. Je nach Material und Machart kann es an die individuellen Wünsche des Empfängers und die Gegebenheiten des Hauses angepasst werden. Eine Büste oder Statue ist keineswegs ein simples, sondern vielmehr ein höchst durchdachtes Geschenk. Büsten sind Personendenkmäler, die sich von Statuen durch ihre geringere Größe und die Beschränkung auf den Kopfbereich des dargestellten Menschen bis hin zum Brustansatz unterscheiden. Der Fokus liegt dabei auf dem menschlichen Kopf, der meist lebens- oder gar überlebensgroß dargestellt wird. Der Künstler achtet bei derAusarbeitung des Gesichts vorallem auf einen charakteristischen Ausdruck, der neben den individuellen Merkmalen auch die Wesensart der abgebildeten Person durchscheinen lässt. Ziel des Künstlers ist es also, den Menschen in seiner Gesamheit - nicht nur äußerlich - zu zeigen. Schon in der Zeit der alten Griechen legte man Wert darauf, bedeutenden Menschen Tribut zu zollen, indem man ihnen Ruhm und Andenken über den Tod hinaus verschaffte.
Büsten und Statuen waren schon damals Denkmäler dieser Personen und hielten sich bis in die heutige Zeit. Zeitweise entstand sogar ein Personenkult, wie um den Reichskanzler Bismarck. Diese "in Stein gehauenen Zeugen der vergangenen Zeit", wie ein bekannter Schriftsteller es formulierte, erschaffen aus einer herausragenden Person einen Mythos. Daher entstanden in den antiken Kulturen Formen von Denkmälern, nämlich Statuen und Büsten, die ihren Charme bis heute bewahrt haben. Durch alle Zeiten wurden herausragende Menschen durch diese Form der Verewigung verehrt. Büsten waren in allen Zeiten populär und wurden auch in immer vielfältiger, sodass heute Darstellungen aller bekannter Dichter, Philosophen, Wissenschaftler und Komponisten von der Antike bis zur Neuzeit erhältlich sind. Mittlerweile werden Büsten und Statuen als Ausdruck von Wertschätzung bestimmter Personen oder Idealen, als Zeugnis von Geschmack und Bildung oder als gestalterisch dekorative Elemente im Garten und Hausbereich verwendet. Als Geschenke haben sie daher schon Kultfaktor, und werden von jedem Beschenkten gerne gesehen. Die berühmteste Büstensammlung in Deutschland ist sicher die "Walhalla" in der tausende Abbilder berühmter und berüchtigter, bekannter und unbekannter Menschen nebeneinander aufgereiht zu sehen sind.
Eine Büste kann aber auch als Einzelstück reizvoll sein. Wird sie auf dem Schreibtisch oder einem Konferenztisch platziert, trägt sie eine deutliche Aussage: Ob es nun eine politische ist, die in der Wahl der Person begründet ist, oder eine Hommage an einen großen Künstler, immer ist eine Büste Träger einer Botschaft. Je nach Zeitalter, aus der das Objekt stammt, sind verschiedene Menschen dargestellt. In der Antike wurden vorallem die großen Philosophen, wie Sokrates oder Platon, verewigt, während es in der Zeit des Barock eher die großen Komponisten, wie Beethoven, Bach und Mozart, waren. Es war geradezu eine Mode eine Büste des genialen Musikers Beethoven im Salon stehen zu haben um damit seine Liebe zur Musik zu verdeutlichen. In der Epoche der Romantik waren es die sehnsuchtvollen Dichter, die den Menschen bewunderungswürdig erschienen. Heute sind Büsten dieser Genies Kultgegenstände die ständig populärer werden. Eine weitere Möglichkeit ein Kunstwerk zu verschenken ist die Statue. Statuen stellen vorrangig Ereignisse oder Lebenswerke dar. Sie legen ihren Fokus eher auf das Geschehen als auf den Charakter der Person. Die Persönlichkeiten werden im Ganzen und in bestimmten Posen gezeigt. Dabei symbolisiert besonders das Reiterstandbild Macht, wie sie zum Beispiel Kaiser und Könige hatten. Auch historische Ereignisse oder Szenen aus der Mythologie der Antike sind bei den Bildhauern beliebt. Während sich Herzoge und Freiherren in stolzen Posen darstellen ließen, wurden Wissenschaftler eher in Büsten dargestellt. Viele der Kunstwerke, die aussehen als wären sie während der Herrschaft der Griechen geschaffen worden, sind tatsächlich in der Renaissance, einer Zeit der Rückbesinnung auf die Ideale der Antike, entstanden. Dazu gehören Büsten und Statuen von Dichtern, wie Homer, Ovid oder Cicero. In England ist Shakespeare, der als einer der bedeutendsten Dichter der Insel gilt, auf unzähligen Büsten zu sehen. Eine Ehrung des Genies der Dichter Goethe und Schiller findet man durch die bekannte Statue in Weimar. Solche Statuen oder der Besitz solcher Büsten zeugt von Geschmack und Bildung, von der Annerkennung und Wertschätzung von Dichtung und Forschung.